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Geschichte
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150 Jahre Maler Honikel.

Eine Geschichte über sechs Generationen.

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Johannes Honikel, geboren 04.11.1820

Schon der Vater von Johannes, Sebastian Honikel, war Maurer und Verputzer. So wurde bereits dem Firmengründer die Liebe zum Handwerk in die Wiege gelegt. Nach seiner Militärzeit legte er am 26. September 1856 die Meisterprüfung als Maler und Weißbinder ab und macht sich in Soden selbständig. Schnell bewährte sich der Pionier und erhielt viele Aufträge aus Soden und Umgebung.

In verschiedenen Techniken zeichnete er sich als Spezialist aus. Kalkmörtel-Techniken in Fachwerk-Ornamenten mit dekorativen Motiven wurden noch lange in Bad Soden und Umgebung erhalten. Die Wachsfarbenherstellung und -verarbeitung war sein Metier. Johannes verzierte für Hochzeiten bestimmte „Kinzigtaler Bauerntruhen“ und -schränke. Einige dieser Arbeiten haben die Zeiten überdauert und sind heute noch zu bewundern. Diese besondere Technik gab der Gründer an seine Söhne weiter. Von einem in die Staaten Ausgewanderten ist bekannt, daß er neben dieser Technik mit Wachsglasuren und Plakatgestaltung selbständig und erfolgreich wurde.

Philipp Honikel, geboren 19.08.1848

Mit vier Geschwistern wuchs Philipp in Soden auf. Drei Brüder wanderten nach Amerika aus. Im Alter von 28 Jahren übernahm Philipp den elterlichen Betrieb. Er erwies sich als tüchtiger Geschäftsmann und betätigte sich als Grundstücksmakler landwirtschaftlicher Ländereien in der Umgebung. Als nach dem Krieg 1870/71 die Zeit der Versicherungen aufkam, wurde Philipp Generalvertreter der heutigen Allianz-Versicherungen. Um seine zwölf Kinder zu ernähren arbeitete er hart.

Später engagierte sich der Malermeister auch in der Politik, er arbeitete eng mit dem Bürgermeister Berta zusammen und wurde regelmäßig als Abgeordneter der Stadt Soden bestätigt. Er war maßgeblich an der Entwicklung des Bades beteiligt und Mitbegründer der selbständigen katholischen Pfarrei von Soden.

Das Huttenschloß, die Firma Herbst, die Firma Anselm, das 1. Badehaus, das 1. Kurhaus, die Villa Vitarius und der königlich-bayerische Hoffotograf Marx gehörten zu seinen Kunden.

Bonifaz Honikel, geboren 10.01.1885

Mit 18 Jahren wurde Bonifaz in der Stadel'schen Malerschule in Frankfurt zum Dekorationen- und Schriftenmaler ausgebildet. Er arbeitete vier Jahre in Düsseldorf in einer Spezialfirma für Holz- und Marmormalerei, bevor er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters den Berieb übernahm. 1912 legte der dritte Geschäftsinhaber die Meisterprüfung ab.

Alle vier Brüder erlernten das Malerhandwerk und bewährten sich in ihrem Beruf. Im Ersten Weltkrieg fielen die beiden älteren Brüder, kurz nach dem Krieg starb die Mutter. In dieser schweren Zeit wird der Sodener Meister auch noch durch die Weltwirtschaftkrise geprüft.

Die damalige Werkstatt des Meister Bonifaz lag am Dippenmarkt. Nach Berichten von Zeitzeugen war er ein sehr strenger und praktischer Lehrmeister. Er war bekannt für Qualitätsarbeit wie Schablonieren, Schriftenmalerei und Holz- und Marmormalerei.

Josef Honikel, geboren 14.03.1919

Schon vor seiner Lehrzeit (1933-1936) arbeitete Josef neben der Schule im väterlichen Betrieb. Nach der Gesellenprüfung besuchte er die Malerfachschule für angewandte Kunst in Fulda. Einblicke in Kirchenmalerei erhielt er durch ein Praktikum im Dom in Fulda.

Ab 1945 stieg er, zur Freude seines Vaters, in den Betrieb ein.
Am 04.08.1947 legte Josef die Meisterprüfung im Malerhandwerk „mit Auszeichnung" ab. Drei Jahre später wurde er alleiniger Geschäftsführer des Betriebes.

In den Nachkriegsjahren wurde Josef Obermeister und nahm an Lohn- und Tarifverhandlungen für den Raum Hessen-Süd teil.

Zehn Jahre lang war er außerdem Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses. Sehr innovativ zeigte sich Josef schon immer. Gerne besuchte er Malerfachmessen und interessierte sich auf diesem Sektor für alle Neuheiten. Fachlich war Josef noch lange gefragt, wenn es um die Gestaltung von Fassaden, Theaterkulissen oder Transparente ging.

Privat malte und restaurierte er gerne Ölbilder und beschäftigte sich mit Speziallasuren.

Klaus Honikel, geboren 06.09.1949

und sein Bruder Wolfgang sind die fünfte Generation der Malertradition. Nachdem beide über mehrere Jahre hinweg gemeinsam erfolgreich den Malerbetrieb geleitet hatten, spezialisierte sich Wolfgang auf Betonsanierung, während Klaus weiterhin im Malergeschäft tätig war.

Jochen Honikel, geboren 11.03.1973

Nach seiner Lehre als Maler- und Lackierer studierte er zunächst Betriebswirtschaftslehre an der Goethe-Universität in Frankfurt mit den Schwerpunkten Organisation und Marketing. Sein Studium schloss er 1998 als Diplom-Kaufmann ab. Nach einer dreijährigen Ausbildung absolvierte er erfolgreich die Meisterprüfung im Maler- und Lackiererhandwerk.

Bevor er in die Fußstapfen seines Vaters trat, sammelte er Erfahrungen im Trainee-Programm beim deutschen Marktführer für Farbenherstellung, den Amphibolin-Werken in Ober- Ramstadt (Caparol).

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